Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Themen die sonst nirgendwo rein passen.

Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Methusalem » Mo 17. Okt 2016, 11:33

Hallo zusammen,
BMW preist ja die Scooter für die urbane Mobilität an. Dafür brauche ich den Roller definitiv nicht, ich will Touren fahren.
Genau das habe ich am Samstag und am Sonntag getan.
Am Samstag ging es nach Passau und der Donau entlang bis Obernzell und von da ein wenig kreuz und quer wieder zurück, insgesamt ca. 260 Kilometer.
Und weil es so schön war machte ich mich gestern wieder auf den Weg, um 9 Uhr früh ging es los. Eigentlich hatte ich erst den Sölkpass auf dem Schirm. Ich wollte jedoch immer schon mal den neuen Red Bull Ring sehen. Ich fuhr nur auf normalen Strassen, keine Autobahn, erst nach und durch Salzburg, weiter durch´s Salzkammergut, vorbei an Fuschlsee, Wolfgangsee,Hallstätter See, Bad Aussee, nach Liezen, über denHohentauernpass bis nach Zeltweg, direkt zum Red Bull Ring.
Dort war die Firma AMG mit mehreren LKW-Ladungen sehr teurer und starker Autos vertreten und ließ das zahlungskräftige Klientel Runden drehen.
Ein Millionenvermögen war da an Autos da, es wurde auch ordentlich Gas gegeben. Mit mehreren A45 wurde auf einem kleinen Handlingkurs mehr oder weniger Gas gegeben, mit Rutscheinlagen, auf dem Rundkurs ging es mit mehreren der neuen SL-AMG-GT-Modelle(nicht die Flügeltürer) und einigen CLS-AMG´s zur Sache, fast alle im Konvoi damit keiner übermütig werden konnte. Einen Einzelfahrer mit einem AMG-GT gab es auch, der gab richtig Gas und zeigte was geht. clap
Es wurde an diesem Tag sicher für viel tausend Euros Reifengummi auf den Ring gebracht....
Schön anzusehen, auch die neu erbaute Motorsportanlage Red-Bull-Ring, da wurde an nichts gespart.
Lange konnte ich mich nicht aufhalten, mein Rückweg war schließlich knapp 300 Kilometer lang.
Ich fragte mein Navi was besser wäre, Autobahn oder keine Autobahn. Ohne Autobahn wäre die kürzere Strecke ca. 279 Kilometer lang gewesen, mit Autobahn 299 Kilometer, jedoch die Fahrzeit eine halbe Stunde kürzer. Als lief ich die nächste Tankstelle an und kaufte für € 5,10 eine 10-Tages-Motorradvignette. Dazu kamen nochmal 5 Euro für den Bosruck-Tunnel. Es gab übrigens noch viele Tunnelduchfahrten und auch sehr viele lange Baustellen mit entsprechenden Tempolimits. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich mir die € 10,10 gespart und wäre wieder durchs Salzkammergut zurückgefahren.
Kurz vor 19 Uhr war ich wieder daheim, nach genau 580 gefahrenen Kilometern, Durchschnittsverbrauch laut BC 4,8 Liter, Durchschnittstempo ohne das Autobahnstück 68 km/h, auf der Autobahn 98 km/h. rauch
Ich machte natürlich einige Fahrpausen, mein schmerzender Hintern zwang mich dazu, er wollte gelegentlich entlastet werden.
Der Trip kostete mich 68 Euro, für Benzin, Maut und für ein Schnitzel das mir heute noch im Magen liegt.

Ich weiß nicht ob diese Strecke mit einem Motorrad unter die Räder genommen hätte, mit dem Roller ging es relativ locker.
Schließlich bin ich 70 Jahre alt.

Welche Touren reisst ihr so an einem Tag ab ?

Franz
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Nibelunge » Mo 17. Okt 2016, 12:21

Hallo,

Sonntags, wenn ich nicht mit dem Boxer unterwegs bin, ca 250-400 km, meistens Kurven. Jede Gerade länger als 500mtr wird tunlichst vermieden, geht leider nicht immer, 2x40km AB oder Schnellstrasse sind immer drin.

Zum C Treffen waren es. Freitag 530 km. Hälfte war bis zum Essen, zweite Teil dann mittags. Gemütlich und so kurvig wie möglich.
Samstag ca 400km Kurven
Sonntag wieder zurück, in eienm Stück, hatte es eilig.

Keine Ermüdungserscheinungen. Allerdings ging es Sonntag über AB zurück, Ab 130 hat es schon sehr am Helm gelärmt. War nicht angenehm trotz hoher ermax Scheibe. Und Verbrauch war eher Richtung 6 litr.

Gruss
Alex
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Methusalem » Mo 17. Okt 2016, 13:26

Ich lese grad mein Navi aus, der Reiserechner war aktiviert.
Die Strecke vom Red-Bull-Ring bis nach Haus betrug 287,6 Kilometer, die Fahrzeit genau 3 Stunden, die Durchschnittsgeschwindigkeit 96 km/h, die gefahrene Höchstgeschwindigkeit war 175 km/h.
Das war auf dem Autobahnstück von Marktl bis Neuötting, bei exakt 175 km/h nach Navi ging der Motor in den Begrenzer. arg

Wozu braucht man eigentlich ein Motorrad, der Roller kann doch alles was man braucht, oder ? :)G
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Benno » Mo 17. Okt 2016, 15:13

bei exakt 175 km/h nach Navi ging der Motor in den Begrenzer. arg


Ist schnell genug. Mit 180 oder meinetwegen auch 190 km/h Vmax bist du 2 min eher zuhause. winkG
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Methusalem » Mo 17. Okt 2016, 15:44

Natürlich ist das schnell genug, mich hat nur gewundert dass der so exakt abregelt.
Soweit man auf dem Drehzahlmesser was erkennen konnte waren es 8000/min, das möchte ich dem Motor nicht ständig zumuten.
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Romiman » Mo 17. Okt 2016, 16:45

Tja, meine "Touren" verdienen den Namen nicht. Ich bin mit dem GT tatsächlich hauptsächlich "Urban" unterwegs und könnte reichweitentechnisch inzwischen mit dem C-Evo klarkommen. (Für den fehlen mir nur noch ein paar 1000E und die Steckdose...)
Unglaublich: Roller, made in Germany!
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Horst » Mo 17. Okt 2016, 18:42

Jedes Jahr fahre ich 2-mal mit meinem Scooter zum Gardasee und in die Dolos zum Kurvenkratzen.
Diese Jahr war ich 3-mal in Bella, weil der GT MEIN optimaler Tourenscooter ist. Meine An/Rückfahrt von/bis BO sind schon über 1000km.
Hier ein kurzer Auszug von meiner 2ten Bella Tour 2016:

Wegen dem Giro Italia konnte ich ja im Mai nicht alle Pässe dieses Jahr abfahren. Also ganz kurz geplant, um auch Christo´s Floating Piers am Iseosee zu sehen.
Anfahrt um 2:30 Uhr und dann durch die Schweiz inkl. Gotthardtunnel mit seinen 16,9 km.
Dann am Iseosee angekommen Zufahrt nach Sulzano nur mit Passierschein oder mit Luigi. Wetter war mit 34 Grad schon zu heiß, also viel Trinken.
WAU, Klasse, so stell ich mir Kunst vor. Das Tuch bis in den kleinsten Winkel perfekt verlegt und ich kann jetzt sagen, dass ich auch über Wasser gehen kann.
Schnell noch ein paar Fotos und weiter geht’s zum Gardasee. Dort erst mal meine Freunde besucht, kurzes Quatschen und viel Trinken.
Dann weiter in die Dolos. Kurz im Hotel Condor angerufen und Zimmer Reserviert.

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Gruß
Horst
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Hayo » Mi 19. Okt 2016, 08:06

Methusalem hat geschrieben:Natürlich ist das schnell genug, mich hat nur gewundert dass der so exakt abregelt.
Soweit man auf dem Drehzahlmesser was erkennen konnte waren es 8000/min, das möchte ich dem Motor nicht ständig zumuten.

Dr. Pulley verbauen. Bessere Beschleunigung und höhere Endgeschwindigkeit.

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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Dorade » Sa 29. Okt 2016, 08:01

Hallo aus Zürich

Unsere erste gemeinsame Tour (meine Frau mit ihrer Harley und ich mit der C 650 GT) liegt nun schon bald ein halbes Jahr hinter uns und war fantastisch: Rund 2'000 km von Zürich über die ligurische Küste nach Nizza und via Route des Grandes Alpes über ca. 12 Pässe zurück an den Genfersee.

Geplant war eigentlich, dass wir über die legendäre Routes des Grandes Alpes vom Genfersee ans Mittelmeer fahren. Aufgrund des schlechten Wetters im Norden (Schneefall im Juni bis 2000 Meter) entschieden wir uns, die Reise in umgekehrter Reihenfolge anzutreten und landeten damit einen 100%igen Glückstreffer.

Unser erster Reisetag führte uns ins Tessin, wo wir im Hotel Centovalli (Ponte Brolla) übernachteten (das Rindsfilet mit Risotto ist dort himmlisch :-). Dann ging’s weiter entlang dem Lago Maggiore über Alessandria an die Ligurische Küste. Dort durch das Verkehrschaos von Genau nach Rapallo, wo wir drei Nächte logierten und den Mofas eine Pause gönnten. Aufgrund der Erfahrung auf dem Hinweg entschieden wir uns, bei der Weiterfahrt Genua via Autobahn zu umfahren, was sich als sinnvoll und vorallem zeitsparend erwiesen hat. Danach alles dem Meer entlang bis Monte Carlo, wo wir uns wiederum zwei Übernachtungen gönnten und Ausflüge ins Hinterland machten, welche uns viele wunderschöne Ausblicke auf Meer und Buchten beschert haben.

Aufgrund der völlig verstopften Küstenstrassen entschieden wir uns für die Autobahn bis nach St. Maxime. Ein kleiner, aber feiner Ort vis-à-vis von St. Tropez. Mittlerweile sind die Temperaturen teilweise bis auf 37 Grad angestiegen, was uns dazu veranlasste, weitere vier Tage mehrheitlich am Meer statt im Sattel zu verbringen.

Und dann endlich: Start in Richtung Grandes Alpes. Rückweg nach Nizza alles dem Meer entlang und ab dort innerhalb von 2 Stunden auf sage und schreibe 2'800 Meter über Meer auf den höchsten befahrbaren Pass Europas, den Col de la Bonette. Über spannende, abwechslungsreiche Landschaften ging’s weiter nach Barcelonnette via Col de Vars auf einen weiteren Höhepunkt der Reise, den Col d’Izoard. Die Landschaft hier oben vermittelte einem das Gefühl, auf dem Mond zu sein. Nach einer Übernachtung in Cesana Torinese (Italien) führte uns die Strecke in Richtung Col de Galibier (2'645 müM) und Col de Télégraphe, um gleich danach den zweithöchsten Pass unserer Tour, den Col de l’Iseran (2'770 müM) zu „erklimmen“. Wiederum geniale Landschaftsbilder, die uns auch auf der Weiterfahrt nach Val-d’Isère begleiteten, wo wir eine weitere Nacht verbrachten. Wunderschöne Aussichten bescherte uns am Folgetag die Fahrt über „Cormet de Roselend“ bis nach Megève und Chamonix-Mont-Blanc. Via Martigny und Les Diablerets ging’s dann über den Col-du-Pillon wieder in Richtung Heimat.

Wir haben uns für die ganze Strecke sehr viel Zeit gelassen (knapp 3 Wochen) was letztlich den perfekten Mix zwischen Relaxen und Cruisen ausmachte. Die Route des Grand Alpes werden wir mit Sicherheit irgendwann nochmals durchfahren. Möchte man diese Strecke (Martigny bis Nizza) auch wirklich geniessen, lohnt es sich, dafür mindestens 3 Tage einzuplanen. Der Monat Juni hat sich für uns als ideale Reisezeit bewährt: (noch) keine Tour de France, noch keine Ferienzeit und generell sehr wenig Verkehr. Wir hatten aber auch extremes Wetterglück: keinen Tag Regen, angenehme Temperaturen und meist wolkenloser Himmel. Herrlich!

Ach ja, das Wichtigste hätte ich fast vergesssen: Meine C650GT hat die Tour genau so genossen wie ich. Nicht den Hauch eines Problemchens auf der gesamten Strecke von etwas mehr als 2000 Kilometern. Sie ermöglichte mir, fantastische Landschaften und Strecken zu geniessen und dies mit einem Fahrkomfort, der seines Gleichen sucht. Danke BMW - es hat Spass gemacht!

Herzliche Grüsse

Daniel
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Re: Langstreckentauglichkeit des C 650 GT

Beitragvon Bärle » Sa 29. Okt 2016, 09:23

Servus Daniel,
wunderschöne Bilder. Frankreich ist super zum Mopedfahren. Wir haben immer wenig Zeit und fahren in 7 Tagen ca. 60-100 Pässe.
Aber wir werden nicht jünger und werden in Zukunft wenns die Zeit erlaubt es auch langsamer angehen lassen und mehr geniessen.
Wünsch dir noch viele tolle Touren.
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