Suzuki GSX-R e899 K2

Themen die sonst nirgendwo rein passen.

Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Benno » Fr 6. Apr 2018, 07:51

Ich freue mich für dich. Ohne die Pioniere wird das nichts mit der Elektromobilität. Und die ist zumindest ergänzend erforderlich.
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Fr 6. Apr 2018, 13:06

Naja ... ob das Pionierarbeit ist, was ich da mache wage ich eher zu bezweifeln, denn ich verwende ja handelsübliches Equipment, welches jeder kaufen kann und entwickle nichts wirklich neues.
Ich bau mir einfach mein Motorrad so zusammen, wie ich es haben möchte und sammle dabei Erfahrungen ...
Dadurch teste/experimentiere ich halt ein wenig mit den Geräten und versuche halt nachzuweisen, ob die Herstellerangaben wirklich das halten, was sie versprechen!
TÜV-Konform bin ich ja auch nicht unterwegs und handle sogar gegen Empfehlungen von Herstellern.
Aber ich möchte halt herausfinden in wie weit es funktioniert oder aber auch nicht!
Kann sein, das sich mein Geschmack zum nächsten Jahr hin wechselt ...
Mein Hobby beschränkt sich halt derzeit auf 1/4 Meile, Motorrad und ein wenig E-Technik + basteln.
Die Themen, Tauchen, DSLR, Klettern, usw. habe ich schon abgehagt, selbst beim Tandemfallschirmsprung fand ich den freien Fall am Besten habe es mir dann aber gründlich überlegt, ob ich einen Schein machen möchte oder nicht, wobei ich zum Entschluss gekommen bin das es halt auch alles recht viel Geld kostet und man halt nicht alleine losziehen kann (Ausnahme: Basejumping).
Mit Familie schon gar nicht mehr!
Da passt das Ganze schon ganz gut mit dem basteln im Anhänger ...
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Mo 9. Apr 2018, 05:23

Aufgrund des schmalen Vorderreifens von 2,5" breite auf der 3,5" breiten Vorderradfelge
ist es ja nun nicht mehr möglich etreme Schräglagen zu fahren.
Leider zieht sich das Problem wie ein roter Faden weiter durch mein weiteres Equipment.
Der Transportständer und die VR-Ständerhalterung vom Trailer habe Metallwippen,
damit das Bike ohne Ständer in der Vorrichtung gerade stehen bleibt.

Dadurch das der Reifen nun so klein gegenüber dem Standardreifen (120/70-17") ist,
hat nun die Felge direkten Kontakt mit der Wippe.
Dies ist natürlich sehr unschön ...
gerade beim Transport feder der Reifen nun nicht mehr in der Wippe sonder die Felge liegt hart auf.
Deshalb habe ich mir nun den alten 120/70-17" Reifen genommen, mich mit einer Flex bewaffnet
und ihn ein wenig bearbeitet.
Nach dem ersten kurzen Schnitt im Keller bin ich dann mal ganz schnell in Freie gegangen.
Das stinkt und qualmt ganz gut!

Hatte mir dann zwei passenden Stücke vorbereitet und mit Kabelbindern auf der Wippe befestigt.
Somit ist nun die Felge auf dem Anhänger auch wieder geschützt!
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Trailer 024.JPG
Trailer 028.JPG
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Di 10. Apr 2018, 12:44

Werde heute mal Anfangen die Akkus zu laden.
Hoffe dann am Donnerstagabend eine kleine Testfahrt am Flughafen durchführen zu können.
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Mi 11. Apr 2018, 05:53

Dank eines zweiten Ladegerätes konnte ich gestern alle 26 Akkus vom Storage Zustand auf voll aufladen.
Zwei Anschlußkabel muß ich mir noch zusammenlöten ... dann geht es noch fixer
Heuteabend wird dann nur noch alles Vorbereitet (Anhänger aufbauen, Akkus einbauen), damit ich am Donnerstag nach der Arbeit direkt Richtung Flughafen losfahren kann ... (hoffentlich spielt das Wetter mit!)
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Ladevorgang 001a.jpg
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Mi 11. Apr 2018, 09:23

Wollte noch kurz das Filmchen von der Fahrt zur 5. Energiemesse nachreichen:



Das war meine erste richtige Testfahrt über eine etwas längere Strecke.
Schön hören ist dort, wie ich dauernd aufsetze bzw. die VVK im unteren Bereich leichten Bodenkontakt hat/hatte.
Habe sie danach ja nochmal etwas gekürzt ...
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Fr 13. Apr 2018, 08:03

2018 12. April: Testfahrt am Bamberger Sportflughafen
Erst mal vorweg ... es ist alles heile geblieben, obwohl ich Anfangs volles Risiko auf Zerstörung des Reglers gegangen bin!
Eigentlich total überflüssig aber ich war heiß auf die erste Fahrt!
Etwas eher Feierabend (15 Uhr) auf der Arbeit gemacht, ab mit dem Rad (3km) zum Zug und 10 Minuten Zugverspätung in Kauf nehmen müssen. Na prima dachte ich, fängt ja gut an!
30 Minuten später zuhause angekommen, Hänger hinters Auto, Kiste drauf, Klamotten zusammen gesucht und rinn in den Kofferraum (ca. 30 Minuten).
Und Abfahrt Richtung Bamberger Sportflughafen!
Unterwegs wurde mir mit Bike auf dem Hänger immer nachgeschaut und einmal sogar Daumen hoch gezeigt. Selbst Biker, die mir an der Ampel (ich stand) entgegenkamen wurden langsamer und verdrehten die Köpfe Richtung Anhänger.
Also am Flughafen angekommen, kurz angemeldet und gleich abgeladen!
Kurzes Pläuschchen mit den Segelfliegern gehalten (17.15 Uhr) und schon kam der Herr vom Tower. Wie lange ich etwa brauchen würde?

Da der Brose Jet für 18 Uhr angekündigt wurde. Naja sag ich, ich plane eine kurze Testfahrt. Wenn ich um 17.30/35 Uhr anfange, bin ich vor 18 Uhr fertig!
"Hauptsache ich würde keine Teile verlieren" war seine Antwort. Das sagte ich natürlich auch.
Also Bike vorbereitet (Unterverkleidung angebracht) die Cams verstaut, umgezogen und die Pylonen geschnappt).
Langsam Richtung Landebahn gefahren (Die Leute Vorort lauschten meinem lauten Motorengeräusch ;) ),
Startpunkt mit Pylonen aufgestellt, erste Cam positioniert, Garmin angeschmissen und langsam zur 100m Marke gefahren,
zweite Pylone an den Rand geschmissen, kurz nachgedacht ... da war doch was, ach ja richtig, die Wasserpumpe funktioniert doch nicht ...
ach wat, der Regler wird die kurze Belastung schon aushalten ... und weiter ab Richtung 400m Marke!
Pylonen wieder an den Rand geschmissen, abgestiegen, zweite Cam positioniert und laufen lassen.
Und abmarsch Richtung Start
Dort angekommen, die Startcam eingeschaltet, druff uff den Hocker, GPS gestartet, Bike angeschmissen, Pumpe an (obwohl sie nicht läuft) und den Lüfter dazu geschaltet.
Dann bin ich losgefahren, habe aber den Hahn nicht voll aufgerissen, sondern bin gemäßigt aber stätig beschleunigt.
Nach Erreichen der 100m Marke dachte ich nur ... fahr weiter und habe voll aufgedreht.
Habe dann nach Erreichen der 410m ein fettes Grinsen im Gesicht gehabt, da alles gehalten hatte.
Die benötigte Zeit für die Strecke war dann erst einmal Nebendache und der Top Speed lag bei etwa 150 km/h.
Habe ja auch die Fahrt gefilmt und parallel das Garmin mit aufzeichnen lassen.
Im Video ist schön zu erkennen das die Geschwindigkeitsanzeige noch sehr langsam nach oben geht und als ich kurz vorm Ziel bin bei etwa 90km/h steht.
Nachdem ich langsamer werde geht die Anzeige auf 151 km/h und fällt dann schnell ab.
Das kann an der dichten Wolkendecke gelegen haben.
Aber zumindest war ich mit den 116,5 Volt Spannung so schnell, wie ich mir vorher ausgerechnet hatte (150-160 km/h).
Zu meinem Entsetzen hatte ich vergessen den Strom zu messen :( ... aber die Pumpe lief auf einmal, oh Wunder!!!
Kurz den Regler angefasst ... der war noch kalt und kurzerhand entschlossen noch ne Runde zu drehen.
Pumpe läuft, bloß nicht ausschalten!
Also ab zurück zum Start, wieder alles aktiviert, diesmal auch die Strommessung und losgedüst.
Diesmal hatte ich etwas beherzter am Gas gedreht und ich fuhr auf alle Fälle flotter los.
Am Ziel angekommen, Garmin (GPS) gecheckt ... 110km/h.
Verdammt dachte ich das kann doch nicht sein, denn gefühlt hat es sich schneller angefühlt ...
Muss also an der Wolkendecke liegen ...
Stromzange angeschaut: 406A ?!?, wie da kommt nicht mehr? Hatte doch auf 800A eingestellt!

Also nochmal zurück zum Start, 3. Und letzte Fahrt.
Alles auf Anfang gesetzt und ab geht die Post ... Gashahn voll aufgedreht.
Ich denke nach der Hälfte der Strecke hatte ich schon den Top Speed erreicht habe dann aber trotzdem voll auf Anschlag gelassen.
Diesmal zeigte das Garmin 138km/h an und das kam der Sache schon näher.
Habe die Batteriespannung im Nachgang kontrolliert und sie war um glatte 7 Volt eingebrochen.
Das kann dann schon mit der angezeigten Endgeschwindigkeit zusammen passen.
Dann habe ich den max. Phasenstrom kontrolliert: 414A
Tja nun gilt es herauszufinden, warum der nur 400A anstelle der eingestellten 800A anzeigt!
Nicht dass es mit dem 5. Akku, der einen kleineren Kabelquerschnitt hat zu tun hat oder aber die Stromzange nicht richtig funktioniert!
Von der Zeit her dürfte ich trotz der niederen Endgeschwindigkeit im 14 Sekundenbereich liegen,
wobei ich ja noch ein Ass im Ärmel habe ... Feldschwächung ...
Damit muss ich mich aber noch erst noch beschäftigen ...

Damit steht fest, dass ich am Sonntag, den 13. Mai beim German Race Wars einen Demolauf machen werde ...
Viel Spaß beim kleinen Filmchen

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Testfahrt Bamberg 017a.jpg
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Benno » Fr 13. Apr 2018, 10:30

clap clap clap ThumbUP
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Mo 16. Apr 2018, 07:01

Danke Benno!

Habe gestern nochmals schnell in der Früh getestet komme aber noch nicht wirklich auf einen grünen Zweig!
Hatte ja die Akkus zuerst im Verdacht, also nur 24S dran gehangen.
Dann kam mir noch der Gedanke das es evtl. ein Temperaturproblem ist, da ich ja nicht den richtigen Temperatursensor drin habe.

Also 4 Grad Außentemperatur und mal schnell online die Werte vom Regler und dem Motor überprüft (Regler 7°C, Motor 62°C)
Dann mal schnell startklar gemacht und gefilmt:



Bei voller Leistung (Gasgriff abrupt auf 1 gedreht) schaltet sich leider der Regler ab und im Eifer des Gefechtes habe ich vergessen den Fehlercode auszulesen :(

Wenn ich langsam losfahre und nach 2-4m voll aufdrehe bekomme ich ein Spinning Wheel, denke aber das liegt eindeutig am Untergrund. Am Flughafen sind Längsrillen in den Asphalt gefrässt, damit eine Pfützenbildung verhindert wird!

Wahrscheinlich darf ich den Fehler nochmal reproduzieren um herauszufinden, warum der Regler abgeschaltet hat!
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Di 17. Apr 2018, 12:59

Konnte den Fehler gestern nochmal reproduzieren und der Regler schaltet mit dem Fehlercode: "Over current" ab.
- Short circuit in motor winding.
- Controller gain to high (Current control parameters, Velocity control parameters).
- Power stage damaged

Den ersten und letzten Hinweis schließe ich mal aus, da nach einem Reset wieder alles funktionstüchtig ist.
Da ich im Torque Modus unterwegs bin kann es eigentlich nur an den Current control parameters liegen.

Habe jetzt nochmal Emsiso meine Parameter-Datei geschickt, mal schauen, ob sie noch etwas auffälliges erkennen, oder ob ich mich weiter mit den P- und I-Werten vom Regler beschäftigen darf!
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Mi 18. Apr 2018, 16:31

Problem gelöst ... denke ich zumindest.
Glaube die Akkus sind nun zu schwach.
Fakt ist zumindest das er in sie Secondary current protection gelaufen ist (900A) und zwar deswegen, weil ein Parameter nicht passte. Diese Anpassung des Parameters befand sich leider nicht in der Anleitung, die ich bekommen hatte.
Das wurde mir heute zugespielt.
Velocity encoder factor Divisor: 4096 ist die Standardeinstellung! Ich durfte ihn auf 96 (Polpaarzahl x 6) korrigieren!
Gut, das Emsiso nochmal auf die Datei geschaut hat!
Mal schauen, ob ich dann nächste Woche nochmal einen Probelauf am Flughafen spendiert bekomme!
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Benno » Mi 18. Apr 2018, 17:45

Rovi hat geschrieben:Naja ... ob das Pionierarbeit ist, was ich da mache wage ich eher zu bezweifeln, denn ich verwende ja handelsübliches Equipment, welches jeder kaufen kann und entwickle nichts wirklich neues. ...


Na, immer noch kein Pionier? winkG
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Do 19. Apr 2018, 02:33

Na ja, könntest schon ein ganz klein wenig Recht haben.
Ich denke es haben nicht viele diese Regler/Motor Kombi im Einsatz.
Aber ich bin ja auch noch nicht fertig.
Das große Thema: Feldschwächung steht ja noch an!
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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Rovi » Di 24. Apr 2018, 05:57

Konnte am letzten Sonntag nochmals testen!
Hatte morgens kurz zwei kleine Starts vor der eigenen Haustür absolviert und bin dann abends auf gut Glück zum Airport gefahren. Mir wurde schon vorab mitgeteilt das viel Flugverkehr herrschen würde und ich vor 19 Uhr nicht mit einem Start rechnen sollte ... und so war es auch!
War ab 18 Uhr dort, habe alles vorbereitet und durfte dann bis kurz nach 19 Uhr warten, bis die letzte Maschine landete.
Danach hatte ich die Piste zu meiner eigenen Verfügung.
Also losgefahren, Pylonen aufgestellt und Cams positioniert.
Wieder am Start angekommen, kurz die Cams und das GPS gestartet, aufgesessen und los ging’s.
Leider hat mich mein GPS verlassen und zeigte eine Höchstgeschwindigkeit von 68km/h.
Nach etwa 9 Sekunden habe ich meinen Top Speed erreicht. Das hört man in der letzten Sequenz vom Mini-Clip am Sound vom Motor.
Werde aber trotzdem jetzt erst einmal mit diesem Setup am 13.05 an den Start gehen um mal ein offizielles Ergebnis zu bekommen.
Danach werde ich mal das Thema Feldschwächung angehen.

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Re: Suzuki GSX-R e899 K2

Beitragvon Hubi » Di 24. Apr 2018, 20:37

Es ist einfach toll was du aus Deinem Hobby machst.
Mit Leidenschaft bastelst und tüftelst Du.

Ein wahrer Pionier!

Mit den gegebenen Talenten auf zu neuen Ufern. Klasse.

Weiter so, ich lese gern von Deinen Aktivitäten.
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