E-Mobilität: teuer oder günstig?

Der BMW C - Evolution - Elektrosooter im allgemeinen.

E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Wake » Mi 11. Okt 2017, 16:22

Hallo E-Gemeinde

Es würde mich wundernehmen, wie Ihr die Kosten der E-Mobilität im Vergleich zu jenen der Verbrenner-Seite einschätzt. Rechnet sich die E-Mobilität wirtschaftlich gesehen aus Eurer persönlichen Sicht? Meiner Meinung nach ist die Elektromobilität noch relativ teuer, was die Anschaffung angeht. Wenn man aber die laufenden Kosten vergleicht, dann tun sich da bemerkenswerte Unterschiede auf. Die folgende Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es fehlen namentlich die Versicherungskosten, die Strassenverkehrsabgaben und die Kosten für die Reifen.
Mein Ansatz richtet sich vornehmlich auf die Kosten für den Vortrieb und die Jahresinspektionen.

Status Quo des C Evolution nach zwei Jahren: 16898 km. Folgende Vergleiche beziehen sich auf die genannte Anzahl Kilometer.

Motorrad, Benzinkosten für 16898 km: CHF 1187.25
C Evo, Stromkosten für 16898 km: CHF 469.40
Ersparnis (gegenüber dem Motorrad in zwei Jahren): CHF 717.85

Motorrad, Jahresinspektion: CHF 583.50
C Evo, Jahresinspektion: CHF 274.50
Ersparnis (gegenüber dem Motorrad): CHF 309.00

Wenn ich das auf 8 Jahre hochrechne, dann lassen sich in Bezug aufs Benzin und die Jahresinspektionen
8 x "Vortriebsdifferenz" von CHF 358.95 = CHF 2871.60 und
8 x Jahresinspektionsdifferenz von CHF 309.00 = 2472.00 ausweisen.
Auf acht Jahre raus gesehen macht das in der Summe: CHF 5343.60

Mich würde interessieren, wie Eure Rechnung aussieht. Im Voraus schon mal ein Dankeschön für Eure Meinungen!

lg, Wake
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E-Mobilität: teuer oder günstig?

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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Benno » Mi 11. Okt 2017, 16:58

Ich wende mal ein, dass der Evo keine acht Jahre alt wird. Die Akkus halten keine 68.000 km.
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Bärle » Mi 11. Okt 2017, 17:39

Hallo Wake,
mir ist die Rechnung egal. Radfahren wäre noch günstiger! winkG
Spaß muss es machen und vor allem muss ich überall ohne Bedenken hinfahren können. ThumbUP
Wenn das mit dem Strom so super wäre dann würde jeder zu Hause elektrisch heizen. nogo
Alles nur gerede! Ist genauso wie mit einer Tabelle/Statistik, die kann man auch so drehen wie man es gerade braucht. arg
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Wake » Mi 11. Okt 2017, 19:40

Benno hat geschrieben:Ich wende mal ein, dass der Evo keine acht Jahre alt wird. Die Akkus halten keine 68.000 km.


Danke für Deine Meinung. Worauf stützt Du Deine Annahme zum Alter der Akkus?

Grüsse, Wake
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Wake » Mi 11. Okt 2017, 19:55

Bärle hat geschrieben:Hallo Wake,
mir ist die Rechnung egal. Radfahren wäre noch günstiger! winkG
Spaß muss es machen und vor allem muss ich überall ohne Bedenken hinfahren können. ThumbUP
Wenn das mit dem Strom so super wäre dann würde jeder zu Hause elektrisch heizen. nogo
Alles nur gerede! Ist genauso wie mit einer Tabelle/Statistik, die kann man auch so drehen wie man es gerade braucht. arg


Hallo Bärle,

klar, Spass hab ich mit dem C Evo ohne hin. Ich will aber nicht nur den Spass. So ich's haben kann, will ich's auch möglichst günstig haben. Ich habe keine Statistik und kann die deshalb auch nicht so drehen wie ich's gerade will.

Habe mich heute beim Generalimporteur kundig gemacht: Der 20'000er-Service kostet den C 650 Sport-Fahrer zwischen 1'000 und 1'500 Franken - je nachdem, was alles (Bremsbeläge/-Scheiben, Ventile, Luftfilter, etc) fällig ist. Beim C Evo dürften es gegen 500 Franken werden - wenn überhaupt. rauch
Elektrisch heizen macht keinen Sinn. Deshalb tue ich das ebenfalls nicht - zumindest nicht im Haus. :mrgreen:

Ich freue mich auf weitere fundierte Meinungen.

lg, Wake
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Benno » Do 12. Okt 2017, 03:49

Wake hat geschrieben:
Benno hat geschrieben:Ich wende mal ein, dass der Evo keine acht Jahre alt wird. Die Akkus halten keine 68.000 km.


Danke für Deine Meinung. Worauf stützt Du Deine Annahme zum Alter der Akkus?

Grüsse, Wake


Auf die unlängst hier geposteten Erfahrungen von Lumpfi67, der nach 25.000 km noch gute 70 km Reichweite hatte.
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon ev-entuell » Do 12. Okt 2017, 08:34

BMW gewährleistet uns 5 Jahre / 50.000km auf den Akku bei 70 % Kapazität als Grenzwert.
Es gibt einige Nutzer aus südlichen Ländern, die schon gut/knapp 50 tsd km drauf haben. Dass dabei die Kapazität etwas abnimmt ist normal und im Vorhinein klar. Aber von "akku ist schrott" etc. sind wir da sehr weit entfernt.

Die Zellen und Module sind ja die selben wie im i3. Also keine neue, unerprobte Technik. Im Gegensatz zum i3 ist unser Akku allerdings nicht aktiv temperiert (keine Klimatisierung und Heizung). Das wirkt sich natürlich vor allem in den kalten Jahreszeiten etwas auf die Reichweite aus.

Fährt ihr die Reichweite wirklich regelmäßig am Stück aus? Ist natürlich eine Frage des persönlichen Fahrprofils. Ich habe bei meinen Pausen und Fahrtenden meist zwischen 30 und 50km Rest im Akku. Was sich für mich in einigen Jahren also maximal ändern wird, ist die Tatsache, dass ich etwas öfters Laden muss. So what..
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Benno » Do 12. Okt 2017, 10:56

Dann warten wir mal ab, was aus Lumpfis Roller wird und ob der Nachbesitzer den Akku auf Garantie getauscht bekommt. Der scheint ja schon unter 70% angekommen zu sein.
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon harte.landung » Do 12. Okt 2017, 11:06

Es ist schwer die beiden Antriebssysteme miteinander zu vergleichen, denn da müßte man ja schon beim Neupreis ansetzen...nur womit vergleicht man einen E-Rollen mit 130km/h Spitzen und gefühlten 300mn Drehmoment beim anfahren?
Gehe ich rein von der möglichen Geschwindigkeit aus kann ich mit einem 4000 teurem 300er Kymco die 130km/h auch erreichen und hab schonmal 11.000 Euro gespart...ich glaube jede weitere Rechnung erübrigt sich.
Ich hab meinen Evo aus reinem Fun-Gedanken gekauft (bzw gegen nen C 650 GT und einer K1200GT getauscht), bin aber inzwischen aufgrund der Reichweitenbeschränkung und der damit einhergehenden fehlenden Flexibilität eher wieder einem Verbrenner zugetan, was diesem in meinen Augen auch einen gewissen Mehrwert zuschreibt.
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon shiwa » Do 12. Okt 2017, 12:01

Rechne 1000 Vollade-Zyklen für den Akku , danach ist er ziemlich Schrott
Also : 1000 + 150km pro Ladung macht 150000km bis zum Exit

PS: wenn man einen halbleeren Akku volläd , dann rechne einem halben Ladezyklus
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Mogive » Do 12. Okt 2017, 17:04

Für den Preis eines C evo kann ich zwei Verbrenner mit vergleichbarer Leistung (nicht Drehmoment) kaufen. Das zeigt mir: Elektrisch ist (noch) nicht wirtschaftlicher als der Verbrenner, auch wenn die Servicekosten markant tiefer sind. Aber elektrisch macht einfach mehr Spass. Und wenn die 5-Jahr-Garantie für die Akkus durch ist, hat der Roller eh keinen Wiederverkaufswert mehr. Wer kauft schon einen 5jährigen Stromroller, wenn bis dann der Preis für eine Neuanschaffung einen Drittel tiefer als heute und schnell laden selbstverständlich sein wird....
Gruss an alle
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Re: E-Mobilität: teuer oder günstig?

Beitragvon Lutian » Do 12. Okt 2017, 21:11

Hallo allerseits. Es gibt je nach Einsatzart bzw. Verwendungszweck durchaus betriebswirtschaftliche Vorteile der Stromer gegenüber den Verbrennern. Ein smart ED (kriegen wir) kann wenn er in das Mobilitätskonzept passt nach einigen zu errechnenden Jahren günstiger sein als ein Polo. (bitte auf Ausstattungsbereinigung, Fix- und KM-Kosten achten). So wie es die Profis der Fuhrparks auch machen. Natürlich muss bei jedem E-Auto-Vergleich auch die Standheizung berücksichtigt werden, die ja serienmäßig kein Verbrenner hat. Aber unser geschätzter Cevolution hat es natürlich etwas schwerer in den Kostenvergleichsrechnungen.

Generell möchte ich jedoch, abgesehen von Urlaubsfahrten, nicht mehr auf den Cevolution long range verzichten. Ich wohne in 42499 Hückeswagen. Der Cevo kann je nach Fahrweise, Temperatur und Tag/Nacht/Licht zwischen 130 und 220 km fahren. Problemlos kann ich so meine Bedürfnisse zwischen Bonn und Duisburg ohne Nachladen befriedigen. Natürlich nicht per Autobahn !!!!!!

Als leidenschaftlicher Zweiradfahrer schätze ich es sehr ohne Ölpeilstab, Kaltstart und anderen "good-vibrations" zu fahren.

Wir stehen ja noch am Anfang. Noch sind Wiederverkaufsniveaus und zukünftige Strompreise ab einer gewissen Sättigung in der Bevölkerung nicht gut kalkulierbar. JETZT ist es vorteilhaft per günstigem Leasen zu stromern. Später wird es wohl auch teurer.


Soweit erstmal meine rudimentäre Einschätzung.
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